Wechsel der Autoversicherung nicht nur zum Jahresende

Geschrieben von am 22. Juni 2012

Eine der größten finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit dem eigenen Wagen ist die Autoversicherung. Sie kann mehrere Hundert Euro pro Jahr verschlingen. Genauso hoch ist aber auch das Einsparpotenzial, das hierbei geboten wird. Was viele Autofahrer nicht wissen: Auch unterjährig können sie die Autoversicherung wechseln.

Alleine im vergangenen Jahr nutzten 1,7 Millionen Versicherte die Chance, zum Jahresende zu kündigen. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren, wie eine Untersuchung des Kölner Beratungsunternehmens „Yougov“ zeigte. Dennoch nutzen viele Verbraucher die Chance, durch einen Wechsel bei der Autoversicherung zu sparen, noch nicht.

Wechsel der Autoversicherung bei neuem Wagen

Ein unterjähriger Wechsel der Autoversicherung ist beispielsweise dann möglich, wenn der bisherige Wagen gegen einen Neu- oder Gebrauchtwagen ausgetauscht wird. Vielen Verbrauchern ist das nicht bewusst, dabei finden laut Angaben des Kraftfahrtbundesamts jährlich bis zu sechs Millionen Besitzumschreibungen in Deutschland statt.

Wechsel der Autoversicherung nach Schadensfall

Eine andere Möglichkeit, um der oft überteuerten Autoversicherung den Rücken zu kehren, sind Schadensfälle. Etwa 9,5 Millionen Kasko- und Haftpflichtschäden treten in Deutschland pro Jahr auf. Und diese eröffnen dem Verbraucher die Möglichkeit, die Autoversicherung zu kündigen.

Bisher wird von dieser Möglichkeit jedoch noch wenig Gebrauch gemacht. Grund dafür sind gesetzliche Regelungen, die einst galten. Sie besagten, dass der Versicherer auch bei unterjähriger Kündigung die volle Jahresprämie erhielt. Seit 2008 gilt diese Regelung aber nicht mehr, ist jedoch bei den Verbrauchern bisher noch nicht angekommen. Seither dürfen Versicherer nämlich nur noch den anteiligen Zeitraum, in dem sie den Wagen tatsächlich versichert haben, auch berechnen.

Um die Kündigung im Schadensfall korrekt durchführen zu können, ist es vonnöten, selbige binnen eines Monats nach Regulierung oder Ablehnung des Schadens auszusprechen. Wichtig ist, dass der Versicherte der Versicherung zuvor kommt, denn diese macht vom Sonderkündigungsrecht nach einem Schadensfall sehr häufig Gebrauch. Das liegt daran, dass sie fürchtet, der Versicherte könnte zahlreiche weitere Schäden verursachen. Wer aber gekündigt wird, tut sich schwer, bei einer anderen Versicherung Kaskoschutz zu erhalten.

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